Deutschland rangiert hinter den ungleich größeren USA und Russland auf Platz drei der Waffenlieferanten. Allein im Jahr 2011 verdiente die deutsche Rüstungsindustrie 1,2 Milliarden Euro. Jürgen Grässlin, Sprecher der DFG-VK hat in seinem „Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient“ Daten udn Fakten zusammengetragen und aufbereitet.
Er notiert, welche Großwaffensysteme von dem „Big Five“ der Rüstungsindustrie produziert und wohin sie exportiert werden. Die „Big Five“, das sind Rheinmetall, Thyssen-Krupp, Krauss-Maffei, Wegmann Diehl und der Europäische Mischkonzern EADS.
Er kürt den Hand- und Kleinwaffenhersteller Heckler & Koch zu „Europas tödlichstem Unternehmen“- Zwei Millionen Menschen seien allein mit dem Sturmgewehr „G 3“ und dessen Nachfolger „G 36“ getötet worden.
Er beschreibt, wie Banken und Bundesregierung den Waffenhandel finanziell absichern. Demnach unterstützen Geldinstitute wie Deutsche- und Commerzbank die Rüstungsindustrie jährlich mit sechs Milliarden Euro.
Er gibt den Profiteuren der „Mord-und-Totschlag-Industrie“ in 20 Täterprofilen Namen, Adresse und Gesicht. Von Franz Josef Strauß über Joschka Fischer, Guido Westerwelle, Gerhard Schröder, Dieter Zetsche bis hin zu Angela Merkel.
Jürgen Grässlin: „Schwarzbuch Waffenhandel. Wie Deutschland am Krieg verdient“, Heyne, 624 Seiten, 14,99 €
Quelle: UZ-Extra „Gegen Krieg & Krise“